Entstehung - WANN entstand das 3x3: Anfang 1990.
Die Wurzeln des 3x3 gehen bis in die 80er Jahre zurück. Damals war W. Ruf Geschäftsführer der WEKA-Firmengruppe. Er hatte das Bedürfnis für die vielfältigen Konzeptionsfreigaben (o.k. so machen wir's) einen klaren Rahmen zu schaffen. Bei der Suche nach geeigneten Vorlagen stieß er u.a. auf den Marketingmix. Tatsächlich gingen viele Manager damals (und gehen noch heute?) bei der Produktentwicklung nach dem Prinzip vor: Product, Pricing, Promotion, Placement (4P). Ruf versuchte es also mit dem Konzeptionsmuster A) Inhalts- und Preiskonzept, B) Werbe- und Vertriebskonzept. Es war jedoch sofort deutlich: hier kommt der Kunde (Marktbedarf) bestenfalls am Schluss, als Unterpunkt bei der Distribution (an wen schicken wir's jetzt ?). Ruf hielt das für falsch, obwohl der Marketingmix an allen Universitäten gelehrt wird. Bestärkt durch die EKS-Strategie von Wolfgang Mewes (auch so ein Querdenker ...) und durch seine eigene Markterfahrung drehte er den Spieß um und setzte die Kundenseite (die beim Marketingmix schlicht fehlt) an die erste Stelle. Freilich fand der Geschäftsführer eines großen Verlagsunternehmens nicht die Zeit, sich intensiv mit der Entwicklung eines Konzeptionsverfahrens zu beschäftigen. Das ging erst Anfang der Neunziger, als Ruf sich selbständig machte und das FACHMEDIEN INSTITUT gründete. Jetzt entstand der "Zehner-Fächer", ein Vorläufer des heutigen 3x3; er begann mit den Kunden und ihren Bedürfnissen. Kurz darauf entstand dann das 3x3 Quadrat, das aber um 90 Grad gedreht war. Erst gegen Mitte des Jahrzehnts entdeckte Ruf, dass das Quadrat nicht nur die 3 Marktsäulen, sondern auch die 3 Handlungslevels enthält: seitdem gibt es das Bild mit den beiden "Partnermännchen".
